Studienfahrt Bosnien

Studienfahrt der Jahrgangsstufe 2 des Helfenstein-Gymnasiums nach Bosnien/Kroatien

Am Sonntagabend des 18. September versammelten sich 8 Mädchen, 17 Jungs und die beiden Lehrer Herr Schöllhammer und Herr Krohmer am üblichen Treffpunkt vor dem alten Hallenbad, um zusammen die 19-stündige Busfahrt nach Rakovica, was in der Nähe Sarajevos, der Hauptstadt Bosnien-Herzegowinas liegt, anzutreten.

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Die geplante Ankunftszeit verzögerte sich um einige Stunden durch einen längeren Aufenthalt an der bosnischen Grenze, an welcher wir eine Schülerin und Herr Schöllhammer aufgrund eines unvollständigen Reisepasses zurücklassen mussten.

Den restlichen Tag verbrachten wir mit gutem Essen, dass bereits bei unserer Ankunft für uns bereit stand und einer kleinen Erkundungstour des Dorfes, in welchem sich unsere Unterkunft befand, wo kurz vor Mitternacht dann auch die beiden Nachzügler eintrafen.

Am Dienstagmorgen gegen 9 Uhr brachte uns unser treuer Busfahrer Paul, der uns die ganze Woche über begleitete, in die Hauptstadt des Landes, Sarajevo, welche wir dank einer Stadtführung näher kennen lernen durften. Obwohl es anfangs einige skeptische Stimmen gab, da der Stadtrand doch hauptsächlich von  Ruinen des vergangenen Bürgerkrieges gezeichnet war, erlebten wir doch eine überraschend schöne Altstadt, die vor allem durch die Masse an verschiedenen Gotteshäusern der unterschiedlichen Religionen auf geringem Raum beeindruckte. Überall in der Stadt waren Zeichen des bosnischen Bürgerkrieges zu erkennen, v.a. die  Rosen Sarajevos, welche mit rotfarbigem Beton ausgefüllte Granateneinschläge repräsentieren, schockierten uns sehr. Noch deutlicher wurden die hohen Todeszahlen, als wir auf einem Aussichtspunkt, der am Berg gelegen war die vielen Friedhöfe entdeckten, die nur zum Gedenken der Opfer dieses Krieges angelegt worden waren. Anschließend hatten wir noch genügend Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden, beispielsweise um die Schmiedewerkstätten zu besichtigen und das ein oder andere Mitbringsel einzukaufen.  Nachdem wir in unserer Unterkunft angekommen waren und noch etwas zur bosnischen Geschichte erfahren haben, ließen wir den Abend gemeinsam ausklingen.

Am Mittwoch fuhren wir gemeinsam zum Rafting auf der Neretva. Gestärkt ging es dann nach dem zweiten Frühstück an die Ablegestelle, wo wir auf vier Booten aufgeteilt unsere ca. 4 stündige Raftingtour antraten. Nach einigen Startschwierigkeiten  funktionierte es doch dann immer besser und vor allem die Mädchen hatten beim Sprung von einem hohen Felsen ins Wasser besonders viel Spaß. Nach der langen Tour waren wir sehr dankbar über das verspätete warme Mittagessen, das wir uns zusammen am Feuer schmecken ließen.

Der Donnerstagmorgen startete für einige dann doch etwas zu früh in Richtung des Bahnhofes, um zum Zug zu gelangen, der uns dann nach Mostar bringen sollte. Dort erlebten wir zwei Überraschungen, die eine von den Lehrern geplant, die andere eher nicht: Der Bahnhof entpuppte sich nämlich als einfache ungekennzeichnete Stelle an den Gleisen, auf denen, wie wir dann erfuhren, dank Schienenarbeiten gar kein Zug fuhr. Daraufhin brachte uns dann eben der Bus in die Stadt, die v.a. wegen ihrer alten Brücke, die während des Krieges beschossen wurde,  bekannt ist. An dieser endete unsere durch Herr Schöllhammer geführte Stadttour. Nach kurzem Aufenthalt in dieser Stadt, den wir zum Essen der berühmten Cevapcici und zum Einkaufen einiger lokalen Spezialitäten nutzten, gelangten wir nach einiger Zeit im Bus, begleitet von böhmischer Blasmusik, an unsere letzte Destination, Trogir in Kroatien.  Dort angekommen, gingen wir gemeinsam in ein laut einigen hungrigen Stimmen „Nobelrestaurant, in dem es nichts zu essen gab“, um frisch zubereiteten Fisch und Fleischplatten zu uns zu nehmen. Danach erkundeten wir noch das Nachtleben der schönen Hafenstadt. Zufällig beobachteten wir in dieser Nacht noch die waghalsigen Sprünge dreier junger Männer, welche dafür den goldenen Seeigel von Trogir gewannen.

Durch ein gutes Frühstück unseres Hotels gestärkt, lernten wir am Freitagmorgen die Stadt wieder einmal durch unseren persönlichen Stadtführer kennen. Diese gefiel uns noch deutlich besser als die Städte zuvor, da sie durch ihren venezianischen Einfluss ein Urlaubsflair versprühte. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir an einem wunderschönen Strand auf der anderen Seite der Insel, zu welchem Herr Krohmer uns führte. Zurück am bereits beladenen Bus traten wir um 18 Uhr unsere Heimreise an, die dank ausbleibender Faux-pas auch nur 15 h betrug.

Somit ging eine sehr ereignisreiche, aber dennoch SUPER Woche zu Ende.

Eva Rothermundt, Lara Wagner

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