Wirklich „drei, zwei, eins… meins!“?

Teilnahme der Klasse 9a am Projekt „Wir lesen intensiv“

Projekt „Wir lesen intensiv“ ermöglicht der Klasse 9a des Helfenstein-Gymnasiums einen Einblick in eine Zwangsversteigerung.

Geislingen/Steige. Am Morgen des 14. April 2016 trafen sich die Schülerinnen und Schüler der 9a des Geislinger Helfenstein-Gymnasiums, um gemeinsam auf Exkursion ins Göppinger Amtsgericht zu gehen. Dort angekommen, wurden die Jugendlichen von Herrn Schneider, einem Mitarbeiter der Kreissparkasse, begrüßt und über die bevorstehende Zwangsversteigerung informiert. Bei dem zu versteigernden Objekt handelte es sich um eine Drei-Zimmer-Wohnung in Eislingen/Fils mit dem von der Bank geschätzten Wert von 46.000 € (dem sogenannten Verkehrswert). Anfangs verlas der Rechtspfleger allgemeine Informationen bezüglich der Wohnung sowie juristische Hintergrundinformationen. Nachdem dies alles geklärt war, begann die Bietzeit, die mindestens 30 Minuten betragen muss, darüber hinaus gibt es keine Begrenzung. Solange weitere Gebote genannt werden, dauert die Zwangsversteigerung an. Ein Herr aus dem Publikum äußerte sich dazu treffend, indem er sagte, dass somit nicht das „Ebay-Prinzip“ von „drei, zwei, eins… meins!“ gelte. Zunächst zeigten sich die Bieterinnen und Bieter eher verhalten und es wurden nur wenige Gebote abgegeben. Doch mit der Zeit wurden die Interessenten immer lebhafter und am Ende wurde das Objekt für 49.500 € versteigert. Hierbei handelte es sich um das 51. Angebot, das an diesem Vormittag abgegeben wurde. Anschließend verkündete der Rechtspfleger das Ende der Bietzeit und gratulierte dem zufriedenen Bieter.

Für die Klasse 9a ging es weiter in die Göppinger Kreissparkasse, wo es zunächst eine kleine Stärkung in Form von Brezeln und Getränken gab. Daraufhin erklärte Herr Schneider die Hintergründe der zuvor miterlebten Zwangsversteigerung anhand eines Rollenspiels, bei dem die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden mussten. Die Jugendlichen schlüpften unter anderen in die Rolle des Eigentümers der Wohnung, des Rechtspflegers sowie eines Vertreters der Bank. Dies half den Schülerinnen und Schülern das Erlebte leichter zu verstehen. So erfuhren sie beispielsweise, weshalb jeder Bietende vor Besuch der Zwangsversteigerung eine Sicherheitsleistung von 10% des Verkehrswerts bezahlen muss oder was mit den eventuellen Mietern einer versteigerten Wohnung passiert.

Am Ende dieses interessanten Vormittags fuhr die Klasse 9a mit vielen neuen Eindrücken und den Taschen voller kleiner Geschenke zurück ins heimische Geislingen.

Die Klasse 9a