Berlinfahrt 2026: 99 HeGy-aner erkunden Berlin

In der Woche vor den Pfingstferien, 17.05. – 22.05.26, besuchten 99 HeGy-aner mit acht Lehrkräften die Hauptstadt, um diese im Sinne der politischen Bildung zu erkundigen.

In diesem Jahr ging es zum ersten Mal mit der Bahn nach Berlin und die Bahnfahrt verlieft zur Verwunderung aller ohne große Zwischenfälle, sodass alle pünktlich in Berlin ankamen.
Einen kleinen Zwischenfall gab es letztendlich doch noch, und zwar mit einer schwarzen Nike- bzw. Adidas-Reisetasche, denn ein Mann in der Bahn vertauschte seine Tasche mit der eines HeGy-Schülers. Der Schock war erstmal groß – jedoch löste die Bahn das Problem schnell unkompliziert und lieferte die Tasche aus Hamburg zurück nach Berlin.
So konnten alle den ersten Abend in Berlin, der mit einem Spaziergang entlang der East Side Gallery und der Oberbaumbrücke begann, genießen.

Der Montagmorgen startete mit einem weiteren Schock. Um 7.03 Uhr sagte der Bundesrat beide Termine wegen Personalmangels ab. „Was tun?“, fragten sich die Lehrkräfte. Auf jeden Fall konnten alle nun das leckere Frühstück im „Acama Hostel“ ausgiebig genießen, während Frau Schmid spontan versuchte, ein Ersatzprogramm auf die Beine zu stellen.
So ging es für einen Teil der Gruppe ins „Deutschland Museum“, für den anderen Teil ins „DDR-Museum“. Beide setzen sich mit wichtigen Abschnitten der deutschen Geschichte auseinander. Auch nachmittags konnte die Gruppe nicht „chillen“, sondern besuchte die „Gedenkstätte Deutsche Widerstand“ und gegen Abend den Bundestag.
Im Bundestag lieferten sich die Jugendlichen eine hitzige Diskussion mit Hermann Färber, Mitglied des Deutschen Bundestags. Der anschließende Besuch auf der Kuppel bei Sonnenuntergang war das Highlight des Tages.

Auch der Dienstag war vollgepackt mit Programm: Besuch der Topografie des Terrors, dem Spionagemuseum und einer Stadtführung – in diesem Jahr zum ersten Mal zu Fuß.
Das ehemalige Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen besuchte die Gruppe am Mittwochmorgen: Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Gefängnis der Entnazifizierung. Menschen, die nach der Kapitulation Deutschlands mit dem Nationalsozialismus in Verbindung gebracht wurden, waren dort inhaftiert.
Später wurden dort DDR-Kritiker gefangen gehalten und durch tagelange Verhöre und psychische Folter zu Geständnissen bewegt. Oftmals berichten Zeitzeugen heutzutage noch von ihren traumatisierenden Erlebnissen.
Nach diesem sehr ernsten Besuch folgte die Wachsfiguren-Ausstellung von Madame Tussauds, wo die Mädchen und Jungen Selfies mit Heidi Klum, Manuel Neuer und Angela Merkel oder doch lieber Olaf Scholz knipsen konnten und dabei viel Spaß hatten.
Für viele SchülerInnen und Schüler folgte am Mittwochabend das Highlight der Fahrt – nämlich der Besuch der Schülerdisco Matrix.

Am Donnerstag, dem letzten Tag, besuchte die Gruppe das Verteidigungsmuseum und das Futurium. Am Abend hieß es dann Abschied nehmen von der Hauptstadt und es ging mit der Bahn – wieder ohne Zwischenfälle – zurück. Hier setzten die Lehrkräfte auf das Motto „Pünktlich starten, entspannt heimfahren“, sodass noch viel Zeit blieb, um ein weiteres Highlight Berlins zu erkunden: nämlich den Berliner Hauptbahnhof.